Der
Zuspruch ließ keine Wünsche offen: 13 der 16 Nachwuchsfeuerwehrleute ließen es
sich auch diesmal nicht entgehen einen Einsatztag wie die Großen mitzuerleben.
Es war die zweite Wochenendausbildung, die - wie bereits im vergangenen Jahr - wieder
unter dem Motto „24 Stunden im Leben eines Berufsfeuerwehrmannes“ stand. Ein
solcher Tag soll den Alltag einer Berufsfeuerwehr 24 Stunden lang darstellen.
Die Kameraden der Jugendfeuerwehr erleben dabei viel Interessantes aus dem
Alltag eines hauptamtlichen Feuerwehrmannes: neben Unterricht, Gerätepflege,
Küchen- und Putzdienst stehen natürlich auch plötzliche – für die Jugendlichen
unbekannte – Einsätze auf dem Programm.
Als
Höhepunkt des Ausbildungsjahrs rückten die 6 bis 18 jährigen Floriansjünger am
Freitag den 30. September für die kommenden 24 Stunden in das Camburger
Gerätehaus ein. Der Dienst begann um 16.30 Uhr mit der Dienstübernahme und
endete genau einen Tag später am
Samstag, den 01.Oktober um 16.30 Uhr - eine Schicht, die den jungen angehenden
Brandschützern wieder alles abverlangte. Auf dem Trainingsplan standen acht
Einsätze, die Jugendwart David Rothe und weitere Kameraden sorgfältig
durchdacht und vorbereitet hatten.
Nach der Rückkehr zum Gerätehaus und erfolgter Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wurden die letzten Liegen und Schlafsäcke zurechtgerückt und es gab Abendessen. Doch viel Zeit zum Genießen der Mahlzeit blieb nicht. Abrupt wurde das Mahl durch den grell ertönenden Gong beendet und es schallte durch die Lautsprecheranlage: „Brand auf dem Rastplatz zwischen Döbritschen und Wichmar“.
Mit der Rückkehr zum Gerätehaus war der Abend bereits um einiges vorangeschritten. Kaum war die Nachtruhe gefunden, war erneut dringend die schnelle Hilfe der jungen Feuerwehrleute gefragt. Die Alarmierung erfolgte unüberhörbar über Funkmeldeempfänger: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“.

Bereits kurz nach erfolgter Dienst- und Fahrzeugübernahme, noch während dem Beziehen der Schlafräume, kam der erste Einsatz über den Funkmeldeempfänger: „Verkehrsunfall mit auslaufenden Flüssigkeiten am Bahnübergang Stöben“ lautete die Meldung der Leitstelle.
Nachdem der Dienst und die Fahrzeuge kurz nach 16.30 Uhr wieder komplett an die Kameraden der aktiven Wehr übergeben waren, endete die Ausbildung am Samstagabend mit einem zünftigen Grillfest, bei dem alle Beteiligten, die Eltern und alle mitwirkenden aktiven Kameraden in geselliger Runde beisammen saßen – ein gelungener Ausklang für anstrengende, aber auch schöne, lehrreiche und aufregende vergangene „24 Stunden aus dem Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes“.
Wir bedanken uns bei allen Firmen und Institutionen, die uns ihre Gelände und Gebäude für eine möglichst reelle Nachstellung der Einsätze zur Verfügung gestellt haben.
Wir danken den Frauen des Feuerwehrvereins für die hervorragende Verpflegung und wir danken allen mitwirkenden aktiven Kameraden der Feuerwehr Camburg für ihre Unterstützung.
Abschließend weisen wir noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass alle Einsätze nachgestellt waren, es keine real verletzten Personen gab und die genutzten Druckluftflaschen der Atemschutzgeräte aus selbst gebastelten Papprollen bestehen.
Wochenendausbildung Jugendfeuerwehr Camburg
„24 Stunden im Leben eines Berufsfeuerwehrmannes“
vom 30.09.2011 bis 01.10.2011


Am Samstagmorgen wurden die Kinder und Jugendlichen bereits in den frühen Stunden des neuen Tages unsanft durch den erneut laut ertönenden Gong geweckt. Der erste Einsatzruf des Tages kam 06:05 Uhr, die eingehende Meldung: „Einsatz für die Jugendfeuerwehr Camburg, umgestürzter Baum auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Tümpling und Stöben“.


Erschöpft vom Einsatz lagen die jungen Kameraden gegen 22.30 Uhr wieder in ihren Betten und haben schnell in den Schlaf gefunden. Der nächste Einsatz konnte schließlich jede Sekunde kommen. Aber für die nächsten Stunden war Nachtruhe angesagt.

Nach der Rückkehr vom Einsatz stärkten die Kinder sich bei Sonnenaufgang mit einem kräftigen Frühstück. Bis zum Nachmittag wurden die Kinder noch dreimal alarmiert, wobei alle Einsätze jeweils ganz unterschiedlicher Art und doch jedes Mal hoch spannend waren. Es ging zu einem Arbeitsunfall auf den städtischen Bauhof, zu einem Wohnhausbrand in die Mühlenstraße und ein verletzter Motorrad-Sozius brauchte dringend die Hilfe der jungen Nachwuchsfeuerwehrmänner und –frauen.
Der Höhepunkt der 24-Stunden-Übung war
die Alarmierung der Drehleiter um 15.00 Uhr. Ein besorgter Bürger hatte eine Katze auf dem Camburger Kirchdach gemeldet, die
völlig hilflos in ihrer misslichen Lage gefangen sei. Mit diesem letzten,
spektakulären Drehleitereinsatz ging die Wochenendausbildung zu Ende.
